Eine 12 Jahre währende Arbeit

Katalin Deér und 12 Personen

 

Kunst am Bau

Reflexion Areal Transformation

Kantonsspital St.Gallen und Ostschweizer Kinderspital St.Gallen

 

2015–2027


12 Jahre lang wird das Areal des Kantonsspitals St.Gallen und des Ostschweizer Kinderspitals bei laufendem Betrieb eine grosse Baustelle sein. Architektur und Raum verwandelt sich in dieser Zeit vollständig, ein skulpturaler Vorgang. Dieses räumliche Ereignis wird begleitet von einer fortlaufend sich entwickelnden und sich selbst immer wieder aktualisierenden künstlerischen Arbeit, die von Frühjahr 2016 an die Bauzeit hindurch präsent ist. An wechselnden Orten sind drei grosse, eigens gefertigte Plakatständer aufgestellt, an die Wand oder einen Bauzaun montiert. Auf diese sind jeweils vier Plakate im Weltformat tapeziert. Ein Plakatständer im Aussenraum des Kantonsspitals, einer im Innenraum des Kantonsspitals und ein Plakatständer im Aussenraum vom Ostschweizer Kinderspital. Viermal im Jahr wird auf allen Ständern jeweils eines dieser vier Plakate von einem neuen überklebt. Die drei letzten bleiben, sodass die neuen Plakate allmählich die letztjährigen überlagern. Vierteljährlich erscheint ausserdem das jeweils neuste Plakat auf den Kultursäulen der Stadt St.Gallen. 12 Jahre hindurch fotografiere ich regelmässig auf der Baustelle und in der umgebenden Stadt oder Landschaft und reiche die Fotos dann weiter: Jedes Jahr frage ich eine andere Person an, die als GrafikerIn oder in einem anderen gestalterischen Beruf tätig ist, aus ihrer aktuellen Arbeit heraus einen Eingriff in die Fotografien zu machen und die Plakate zu entwerfen. Am Ende gibt es 52 Plakate, die immer aus diesem direkten Dialog von 2 Personen entstanden sind. Die Präsenz des Sichtbaren und die Gegenwart des Betrachters stehen bei 12 zwei im Zentrum.


Katalin Deér, März 2016